Auszug aus der Dorfchronik

 

Gieckau

gehört zu den ältesten Orten des Kreises, erste urkundliche Hinweise fällt auf das Jahr 1148  damals (Gieka) zurück.  In alten Aufzeichnungen wird Gieckau  als ein feines Dorf beschrieben.


Pohlitz 

wurde 1278 erstmals urkundlich erwähnt.
Die Ortsnamen und die Anlage der Siedlungenlassen darauf schließen, daß es sich um Gründungen durch westslawische Völker handelt.
Die Lage der Siedlungen, Gieckau am Hang, mit Blick auf die Talaue der Nautschke könnte bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben: " Guck in die Au ".
Um 1795 bestand Gieckau bereits aus 18 Häusern, Pohlitz dagegen nur aus 10 Anwesen. Besonders der reiche Weinbau,  der hier günstige Voraussetzungen fand, wurde immer wieder gelobt. Bis 1914  bestanden in Gieckau 6  Ziegeleien, von denen aber keine baulichen Anlagen mehr vorhanden sind. Es gab auch 2 Wassermühlen - Teichmühle   und Gieckmühle. Die Teichmühle war bis 1950 in Betrieb. Beide wurden von dem Wasser der Nautschke angetrieben, das über Gräben zu den Mühlrädern geleitet wurde. Ebenso wie die Pohlitzer, waren auch die Gieckauer, außer den allgemeinen Landdiensten, nicht in das Amt Weissenfels frohnbar.
Gieckau war schon 1557 durch Vertrag , teils aber auch durch Vererbung anno 1654  an das schriftsässige Rittergut Pretzsch gekommen.  Dem Rittergut standen die begrenzten  Patrimonialgerichte zu,  während die  Hoheiten  und andere Rechte im Dorf und in der Flur dem Weissenfelser Amt eingeräumt waren.
Seit dem Wiener Kongress (1815) gehörten Gieckau und Pohlitz zum Kreis Weissenfels, der territorial im wesentlichen dem alten Amtsbezirk  entsprach. Von 1878  bis  1932 waren beide Gemeinden dem Landkreis Naumburg zugewiesen, fielen aber wieder an Kreis Weissenfels, als der Naumburger Landkreis aufgelöst wurde. Im  Jahr 1933 wurden, nach der Flurbereinigung Gieckau und Pohlitz  zusammen gelegt.  Eine Kirche hat es in allen Ortsteilen nie gegeben. Die Ortschaften gehörten zum  Kirchenspiel Görschen.

Schmerdorf

liegt ca.1 km südöstlich von Gieckau  kam erst 1994  zur Gemeinde.

Am 1. Januar 2010 wurden alle Ortsteile nach Wethau eingemeindet